Blog

Was tun Supermärkte gegen die Müll Flut?


von annavhpl

Jeder kennt es, mittlerweile sieht jeder Einkauf wie folgt aus: Kaufen, aufreißen und wegwerfen!

Angefangen in der Obst und Gemüseabteilung in der man vier Äpfel in einer Pappschachtel verpackt in Plastikfolie oder die Gurke umhüllt mit einem Schleier aus Plastik vorfindet. Dringt man weiter in den Markt ein findet man den 6er Einwegflaschen zusätzlich umhüllt für den besseren Tragekomfort oder das Klopapier in der Plastiktüte vor.

adobestock-271890908.jpeg

Nach einem haushaltsüblichen Einkauf quillt der Abfalleimer schon über, ohne die Produkte überhaupt verbraucht zu haben. Dabei haben die Verpackungen häufig einen Anteil von bis zu 25 Prozent am Gesamtgewicht des Produktes. Die Hersteller und Händler erklären den Verpackungswahnsinn mit der Schutzfunktion bei Transportwegen, sowie der Einhaltung der Hygienevorschriften.

Laut einer Statistik vom Umweltbundesamt ist jeder privat Verbraucher jährlich für 220 Kilogramm Verpackungsmüll in Deutschland verantwortlich, wovon knapp 25 Kilo Plastik-Verpackungsmüll ist.  







Kampf gegen den Plastikmüll

 

Auch die EU setzt sich immer mehr für die Verbannung des Einweg Plastik ein, doch was ändert sich für den Verbraucher in Zukunft?  

In der gesamten EU soll bis 2021 Styroporgegenstände und eine Reihe von Einwegprodukten aus Plastik wie Trinkhalme oder Teller verboten werden. Das Ziel hierbei ist die Zunahme von Plastikmüll in den Weltmeeren zu stoppen und mit entsprechenden Richtlinien einzuschreiten. Des Weiteren soll sogenanntes „oxo-abbaubares Plastik“ endgültig aus dem Verkehr gezogen werden, dieses Material mit Metallbeimischung wird beispielsweise für Beutel oder Verpackungen verwendet und zerfällt im Müll zu kleinsten Mikroteilchen.

Folgenden Einwegprodukte aus Plastik wird der Kampf angesagt:

  • Verpackungen aus aufgeschäumten Polystyrol, welches bei Getränken oder dem To-Go-Kauf von heißen Lebensmittel verwendet wird
  • Rührstäbchen (z.B. für den Kaffee)
  • Wattestäbchen aus Plastik
  • Plastikbesteck (Essstäbchen, Messer, Gabel und Löffeln)
  • Plastikgeschirr (Schalen, Teller)
  • Luftballonstäbchen
  • Trinkhalme


Was tun gegen Lebensmittelverschwendung?



Supermärkte setzten sich jedoch bereits gegen die Lebensmittelverschwendung ein und stellen Ware die nicht mehr verkauft, aber dennoch bedenkenlos verzehrt werden können der Tafel oder gemeinnützigen Organisationen zur Verfügung. Des Weiteren versuchen Discounter Ware die kurz vorm Verfallsdatum stehen mit einer Preisreduzierung an die Kunden zu verkaufen. Auch sagen einige Supermärkte den kleinen Obst- und Gemüsetüten den Kampf an. So verkauft REWE z.B. Netze die mehrfach verwendet werden können. Zudem haben immer mehr Supermärkte das System mitgebrachter Boxen für die Frischfleischtheken eingeführt.

Eine weitere Möglichkeit die Lebensmittelverschwendung im Allgemeinen zu reduzieren ist über sogenannte Foodsharing Plattformen wie Beispielsweise über die Internetseite:

https://foodsharing.de/

Der Vorteil hierbei ist das sowohl Privathaushalte, als auch Betriebe diese Plattform nutzen können, um gemeinschaftlich den Kampf gegen Lebensmittelverschwendung anzugehen.

 

Alles in allem muss ein regelrechter Umschwung in der Industrie, dem Handel und bei den Verbrauchern stattfinden um gemeinsam gegen das immer größer werdende Thema Müll, sowie Lebensmittelverschwendung den Kampf anzusagen. Bei dieser Gelegenheit könnt ihr gerne mal eure Meinung, was ihr bereits dagegen unternimmt oder eure Tipps in die Kommentare schreiben.

1 Kommentar

  • JOvali schrieb

    Das nachdem die Plastiktüten an der Kasse langsam verbannt wurden nun auch diese unnötigen Einweg-Plastik-Produkte vom Markt verschwinden sollen, finde ich richtig gut. da hat die EU mal etwas sehr sinnvolles beschlossen. Seit einigen Jahren achte ich selbst darauf Obst und Gemüse unverpackt und Milch sowie Saft auf Glas-Mehrweg-Flaschen zu kaufen. Alleine damit konnte ich meinen gelben Sack auf die Hälfte reduzieren. Jeder kann also etwas dazu beitragen, indem er irgendwo einen Anfang mach wo es ihm leicht fällt beim Einkauf Müll zu vermeiden. Und meine Umstellung hat sich finanziell kaum bemerkbar gemacht, ich kaufe also nicht wirklich teurer ein als zuvor!