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Zero waste - Ein Leben ohne Müll


von Anna-Maria
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Plastik, Elektroschrott und weggeworfene Lebensmittel – unser Abfall schadet uns und unserer Umwelt. Täglich produzieren wir so viel Müll, dass wir uns ein Leben ohne Mülleimer nicht einmal mehr vorstellen können. Oder könntet ihr damit leben euren Mülleimer aus der Wohnung zu verbannen? Zero waste bedeutet völlige Müllvermeidung. Alles, was nicht vermieden werden kann, wird reduziert und wiederverwertet (recycelt oder kompostiert). Der Zero Waste Haushalt ist natürlich auch plastikfrei. Für fast alles gibt es Alternativen: Papiertaschentücher werden durch Stofftaschentücher ersetzt, Plastikzahnbürsten durch hölzerne und Spülschwämme durch Baumwoll-Lappen. Der größte Müllposten ist aber der Verpackungsmüll. Manche Produkte benötigen eine Verpackung um sie transportieren zu können. Hier gilt Mehrweg statt Einweg. Milch, Joghurt und Sahne bekommt man beispielsweise in fast allen größeren Supermärkten in Mehrwegglasflaschen. Außerdem gilt für Zero Waste: alles was du nicht ohne Verpackung kaufen kannst, aber notwendigerweise brauchst, stellst du selbst her. Zahnpasta kann man beispielsweise aus Natron und Stevia oder Heilerde anrühren, Shampoo durch Roggenmehl ersetzen. Zudem gibt es noch die verpackungsfreien Läden. Das Prinzip ist einfach: Mitgebrachte Behälter werden abgewogen, man füllt Reis, Getreide, Nüsse aber auch Essig und Öl aus Spendern einfach ab und an der Kasse wird das Gewicht abgezogen. Mehr Zero Waste geht kaum. Nachhaltiger Nebeneffekt: Man kauft nur so viel ein, wie man auch wirklich braucht. Auch Möbel sind verpackt wenn man sie in den Möbelläden kauft. Unverpackte Möbel wie Schränke, Tische und unverpackte Gebrauchsgegenstände wie Geschirr oder Kochutensilien bekommst du auf dem Flohmarkt, bei Kleinanzeigen, im Trödelmarkt oder im Sozialkaufhaus.

Es folgen ein paar kleine Tipps für den Beginn eines müllfreien Lebens:

  • Produkte in Mehrweggläsern kaufen
  • Auf Kassenbeleg verzichten
  • Obst und Gemüse lose kaufen
  • Eigene Beutel und Taschen zum Einkaufen mitnehmen
  • Wasser aus der Leitung trinken oder zumindest Mehrwegflaschen kaufen
  • Statt Alu oder Frischhaltefolie Bienenwachstücher verwenden die mehrfach genutzt werden können
  • Klopapiertüten und andere Umverpackungstüten als Abfalltüten verwenden
  • Nur losen Tee kaufen
  • Teereste und Kaffeesatz als Blumendünger verwenden
  • Auf Trinkhalme verzichten oder Mehrwegglasstrohhalme verwenden
  • Auf Küchenrolle verzichten und Mehrweglappen verwenden die man in der Waschmaschine waschen kann
  • Überreifes Obst und Gemüse zu Smoothies verarbeiten statt es wegzuwerfen
  • Frisch kochen statt Fertiggereichte essen
  • Gemüsereste für Suppen und Gemüsebrühe verwenden
  • Kerne wiederverwenden (Kürbiskerne rösten statt wegwerfen, Kirschkerne waschen und für Kirschkernkissen verwenden)
  • Eigene Gefäße für essen und trinken to go mitnehmen
  • Unterwegs eigene Wasserflasche auffüllen
  • Paketverpackungen mehrfach verwenden
  • „Keine Werbung“ auf den Briefkasten
  • Weniger drucken
  • Alte Briefumschläge als Schmierpapier verwenden
  • Konfetti aus Papierresten selber machen
  • Alte Zeitungen als Geschenkpapier verwenden
  • Reiniger und Waschmittel selber machen
  • Alte Zahnbürste zum Putzen verwenden
  • Feste Seifenstücke verwenden statt Shampoo und Duschgel
  • Mehrwegabschminkpads verwenden
  • Zahnpasta selber machen
  • Feuchttücher durch Stoffreinigungstücher ersetzen
  • Stoffwindeln statt Wegwerfwindeln
  • Stofftaschentücher verwenden
  • Wiederbefüllbare Feuerzeuge verwenden
  • Qualität kaufen statt Billigprodukte
  • Alte Kleidungsstücke verschenken oder spenden oder Lappen daraus nähen
  • Vasen Lampen oder andere Dekostücke aus alten Flaschen herstellen
  • Elektrogeräte reparieren oder verschenken
  • Akkus statt Einwegbatterien nutzen


Was tut ihr um Müll zu reduzieren?

1 Kommentar

  • JOvali schrieb

    Vor einigen Jahren habe ich begonnen darauf zu achten bei Obst und Gemüse unverpackt und Saft und Milch auf Glas-Mehrweg-Flaschen zu kaufen. Damit konnte ich zumindest schon mal meinen gelben Sack um die hälfte reduzieren. Die Paketverpackungen in kleineren und mittleren Größen hebe ich immer auf um sie selbst für den Versand weiter zu verwenden. So spare ich mir auch das Geld für einen Karton der Post. Lebensmittel schmeiße ich fast gar nicht weg. Das ist in meinen Augen echt eine Sünde. Ich plane genau was ich brauche und kaufe dementsprechend ein. Was übrig bleibt wird entweder eingefroren oder am nächsten Tag als Mittagessen auf Arbeit aufgewärmt.